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  Was ist eine Stimmstörung

Mit dem Begriff „Stimmstörung“ bezeichnet man Veränderungen des Stimmklanges. Die Stimme klingt dann zum Beispiel rau, heiser, brüchig oder sehr leise und kraftlos. Begleitend können Missempfindungen auftreten: vermehrte Schleimbildung, Kratzen, Brennen, Kloßgefühl, Atem- und/oder Schluckbeschwerden. Bei längerem Stimmgebrauch (bei Erwachsenen nach ca. 4- 6 Stunden) kommt es in manchen Fällen auch zum teilweisen oder völligen Versagen der Stimme.

Die Stimmfunktion

Beim Husten und Summen setzen wir unsere Stimme ein, ohne zu sprechen. Andererseits können wir sprechen, ohne die Stimme zu benutzen, nämlich beim Flüstern. Dazu benötigen wir unsere Atemluft und die Sprechorgane (Artikulationsorgane): Kiefer, Lippen, Zunge, Muskeln des Gesichts, des Mund- und Rachenraumes. Stimmhaftes Sprechen ist erst möglich durch die koordinierte Zusammenarbeit der Atmung, der Artikulations- und der Stimmorgane.

Stimme wird im Kehlkopf (Larynx) produziert. Hier werden die Stimmlippen durch die ausströmende Atemluft in Schwingung versetzt. Zur Produktion eines störungsfreien, klaren und ausreichend kräftigen Stimmklangs müssen diese Schwingungen harmonisch parallel zueinander erfolgen. Außerdem müssen sich die Stimmlippen während des Schwingungsvorgangs annähern und einen vollständigen Stimmbandschluss erzeugen. So genannte Stellknorpel (Aryknorpel) bringen die Stimmbänder dafür in die entsprechende Position. Je unvollständiger die Stimmbänder schließen, desto behauchter und kraftloser klingt die Stimme. Wenn (aus unterschiedlichen Ursachen) die Stimmbänder nicht gleichmäßig schwingen oder wenn kein Stimmbandschluss möglich ist, kommt es zu einer Stimmstörung. Bleiben Stimmprobleme über einen längeren Zeitraum (ca. 3 Wochen) bestehen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Störungen und Ursachen

1. Funktionelle Stimmstörungen
Funktionelle Stimmstörungen (Dysphonien) treten am häufigsten auf. Man unterscheidet die hyperfunktionelle von der hypofunktionellen Dysphonie.

2. Organische Stimmstörungen
Krankhafte Veränderungen an Kehlkopf und Stimmbändern können ebenfalls Stimmstörungen auslösen. 

Stimmstörungen bei Kindern               

Auch bei Kindern können Stimmstörungen auftreten. Die häufigste kindliche Stimmstörung sind Stimmbandknötchen, die so genannten Schreiknötchen. Jungen sind häufiger betroffen, als Mädchen. Durch den mangelnden Stimmlippenschluss entsteht eine behauchte, kraftlose Stimme. Die Stimmbänder sind gerötet, zeigen ein unregelmäßiges Schwingungsverhalten und ein –oder beidseitige Knötchenbildung  auf den Stimmbändern. Die Schleimbildung nimmt zu und löst häufiges Räuspern aus.
Ursachen für Schreiknötchen sind falscher Stimmgebrauch (zu laut). Auch Infekte der oberen und unteren Luftwege, Allergien oder Kehlkopfasymmetrien können eine auslösende oder verstärkende Funktion haben. Typisches Kennzeichen ist immer der heisere Stimmklang.
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